Von Löchern und
lockeren Zähnen.
In der Zahnmedizin
hat man es hauptsächlich mit den beiden Volkskrankheiten
Karies und Parodontose zu tun.
Charakteristisch
ist, dass diese zu unterschiedlichen Zeiten im Leben eines
Patienten auftreten und behandelt werden müssen (Abb.1).

Abb.1
Karies und Parodontose treten zu
unterschiedlichen Zeiten im Leben auf
Die Ursache beider
Erkrankungen ist immer dieselbe: Bakterien
Es handelt sich daher sowohl bei der Karies wie auch der
Parodontose um Infektionskrankheiten.
Auch wenn die Abläufe im einzelnen sehr komplex sind, weiß man, dass die Entstehung einem einfachen
Prinzip folgt.
Am Beispiel des Kariesmodells sieht dies
folgendermaßen aus (Abb 2):

Abb.2
Die 4 Bausteine der Kariesentstehung
Erst wenn alle 4
Bausteine zusammenkommen, erkrankt der Mensch. Also gilt es,
das Zustandekommen dieser "Konstruktion" zu verhindern.
Spielt
man alle Behandlungsmöglichkeiten durch, ergeben sich die folgenden
Optionen:
Kariesverhinderung durch...
-
...Zahnentfernung
(macht wenig Sinn...)
-
...Anhalten von
Zeit und Raum
(in Science Fiction Romanen populär...)
-
...vollständig zuckerfreie
Ernährung
(in der heutigen Zeit eine Illusion...)
-
...vollständige Entfernung der Bakterien
(die einzig realistische Lösung)
Selbstverständlich ist es nicht möglich, die Mundhöhle
dauerhaft zu sterilisieren.
Da aber nur die auf der Zahnoberfläche anhaftenden Keime
krankheitsverursachend sind, reicht die vollständige
Beseitigung dieses Biofilms (="Plaque") aus, gesund
zu bleiben.
Dabei lagern sich die Beläge am Zahnhals und
hauptsächlich in den Zahnzwischenräumen an. Durch Anfärben mit
spezieller Lebensmittelfarbe können sie sichtbar gemacht
werden (Abb.3).

Abb.3
angefärbte Zahnbeläge
Die Reinigung der Zahnoberflächen muss regelmäßig wiederholt
werden, um ein erneutes Anhaften der Bakterienkolonien zu
verhindern. Diese benötigen etwa 24 Stunden für eine
Neubesiedlung der Zähne.
Bilder mit freundlicher Genehmigung der SOLO-Med GmbH, Trier