Das Märchen vom
sauberen Zahn.
Die krankmachenden
Bakterien besiedeln zu etwa 95% die Zahnzwischenräume, wo sie Karies
und Parodontose verursachen. Die restlichen Keime verteilen sich auf
Zahnhalsbereiche und Kauflächen der Backenzähne. Der größte Teil
dieser Beläge lässt sich mit der Zahnbürste nicht beseitigen. Weder
gelangt man damit in die Zwischenräume, noch in die feinen
Kauflächen (Fissuren) der Backenzähne.
Würden wir nach derselben
Technik unsere Schuhe putzen, sähe dies so aus: (Abb.1)

Abb.1:
Würden Sie so Ihre Schuhe putzen?
Dass dies nicht
funktioniert begreift jeder, der schon einmal Schuhe geputzt hat.
Warum versuchen wir dann trotzdem, unsere Zähne auf diese Art zu
reinigen? (Abb.2)

Abb.2:
Warum putzen Sie dann so Ihre Zähne?
Der Grund dafür ist
einfach und frustrierend zugleich: Wir haben nicht gelernt, wie
man es richtig macht.
Und es gibt noch mehr
schlechte Nachrichten: Nicht nur, dass die Zahnbürste die meisten
Bakterien gar nicht erreicht, sie schadet den Zähnen auch noch. Die
empfindlichen Zahnhälse werden durch die langjährige Benutzung
geschädigt. Das Ergebnis: zurückgehendes Zahnfleisch und
freiliegende Zahnhälse.(Abb.3)

Abb.3:
freiliegende Zahnhälse
Dabei spielt die
Putztechnik gar keine Rolle. Da eine Zahnbürste immer mehrere Zähne
auf einmal reinigt, ist dieser Effekt unvermeidbar (Abb4).

Abb.4:
eine Zahnbürste reinigt immer mehrere Zähne
Zahnbürste und Zahnpasta
täuschen uns Sauberkeit und Frische nur vor. Die Werbung preist uns
immer neue High-Tech-Waffen im Kampf gegen Karies & Co. an und nur zu
gerne wollen wir den Marketingstrategen glauben. Doch leider halten
deren Versprechungen einer Überprüfung nicht stand. Karies und
Parodontose sind noch immer die häufigsten Volkskrankheiten und
teilweise sogar wieder auf dem Vormarsch.
Bilder mit freundlicher Genehmigung der SOLO-Med GmbH, Trier